Dienstag, 21. Oktober 2014

So ist das Leben

Was für Ups und Downs, ich kenn nur tief und noch tiefer
Im Sommer in der Bude, mir geht’s mies und zock Fifa
Rotz nieder auf die selbe Stelle, an der ich immer meine Kippen rauche
Was, ich bin kein Rapper, nur weil ich keine Hits verkaufe?
Weil ich keinen Mist verkaufe, weil ich deinen Mist nicht glaube?
Nur weil ich aus dem Herzen spreche und lieber reinen Shit verkaufe?
Und nur weil ich keine Bitches brauche, beim Schreiben gerne meinen Stift ankau?
Oder weil du merkst, dass nicht mal deine Fans deinen Mist noch glauben?
Oder ist egal, du rennst rum wie Tarzan
Rappst über Reichtum, doch am Ende bist du arm dran
Ich glaub, sowas nennt sich Karma
Wer Scheiße redet, fickt scheiße
Ich hab nur ein Leben, von dir lass ich mich nicht mitreißen
Kümmer dich um dich selbst, ich hab genug eigene Probleme
Irgendwann sage ich hier, meine Entscheidung ist 'Ich gehe'
Mein Herz ist rausgerissen, drauf geschissen
Ich krieg den Kopf nicht aus dem Kissen, so ist das Leben
Dem Leben kann man wohl kaum entwischen
Denn so ist das Leben

Gestern war ich noch verloren allein, doch guck mich jetzt an
So fühlt es sich an, neu geboren zu sein
Noch bin ich nicht tot, ich leb, mann!
Ein letztes mal hinfallen, wieder aufrichten
Und ich steh dann für immer
Du meinst, ich sei ein Spinner
Richtig, denn im Leben gibt es keinen Gewinner
Wir sind alles verlorene Seelen, alleingelassen auf Gottes Erden
Ich will kämpfen, doch wozu, ich werd doch trotzdem sterben
Das sind die Gedanken eines Denkers und ich schreibe sie auf
Nehm die Scheiße auf und schreie es raus
Manchmal liebe, manchmal lache, manchmal weine ich auch
So ist das Leben, weil ich die Beweise nicht brauch
Den Sinn hinter den Dingen, ich ergründe ihn auf eigene Faust
Denn man vergisst ihn als Kind wie ein guter Wein, der verstaubt
Der Zeiger dreht seit Stunden die Runden, doch ich bleibe zu Haus
Du löst die letzte Variable, willst nicht glauben, doch die Gleichung geht auf
Zweiundvierzig
Ich drück die Kippe aus, nehm mir nen Eimer, wisch die Rotze weg
Steh dann auf, geh raus, lebe laut und trotze dem Dreck
Segel raus, nehm in Kauf, dass ich mich auf den Wegen verlauf
Ich suche erfolglos, doch ich gebe nicht auf
Denn wenn der Sinn dich nicht erfüllt, suchst du nach Glück
Findest kein Kleeblatt und musst in die Zukunft zurück
Bist du dem Humbug entrückt, beginnst du, dich von dir selbst zu entfernen
Bist auf deinem Heimatplaneten, doch dann entfällt dir der Stern
Die Kuckucksuhr schmücken den Raum, wo früher dein Verstand hauste
Die purpurnen Flüsse beginnen dich an der Welt zu nähern
Du machst am Strand Pause, du beginnst, älter zu werden
Bist irgendwo in Spiegelwelten, andere Regeln gelten nicht mehr
Bewältige Schmerzen, vergleiche und lebe im Jetzt
Dort findest du Glück und Emotionen entgegengesetzt
Lieber Frohsinn im Regen als Trost in Gebeten
aus dem Rahmen die großen Bilder, denn so ist das Leben

Ups, Downs, tief und noch tiefer
Weil ich deinen Mist nicht glaube
Wer Scheiße redet, fickt scheiße
Ich werd doch trotzdem sterben

Manchmal

Es ist an der Zeit, dir dieses Lied zu widmen
Du warst der Grund, warum ich blieb, es schrieb und schwitzte
In der Pubertät warst du für mich Verkuppler Nummer eins
Erst Chantal, dann Janine, dann die Mutter von nem Freund
Deswegen darf ich ihn heute auch Hurensohn nennen
Gab es Stress, brachte ich die Scheiße auf dem Schulhof zuende
Dank dir, du gabst mir den Mut dafür
Ich hatte Unmengen von dir in mein Blut gerührt
Du warst ein Teil von mir, bestimmtest meinen Alltag
Gabst mit die Kraft, immer wenn es mal Krawall gab
Wenn ich mal am Fallen war, halfst du mir auf
Jegliche Ängste schaltest du aus, ich hielt mich für gefährlich
Chemische Dämpfe, der zweite Weltkrieg
Ich hatte ähnliche Kämpfe, in meinem Kopf war ein Rebell
Diese dämlichen Grenzen machten mit zu schaffen
Dieses Elend muss enden

Die Zeiten sind vorbei, doch manchmal vermiss ich dich
Manchmal vermiss ich dich, manchmal vermiss ich dich
Die Zeiten sind vorbei, doch manchmal vermiss ich dich
Manchmal vermiss ich dich
Manchmal, aber nur manchmal
Manchmal vermiss ich dich
Doch es gibt kein zurück
Doch es gibt kein zurück, nein

Ich war ein Opfer, zerfetzte besoffen einen Schrank
Urinierte auf den Teppich und kotzte an die Wand
Mich kotzte die Welt voll an, ich kotzte mich selbst voll
Klatschte auf den Boden, das Gesicht rot wie Hellboy
Und auch heut noch mach ich hier und da den Fehler
Greife nach der Flasche, zehn Biere, dann zehn Jäger
Zensiere meine Leber, doch wieder komm ich nicht von weg
Misch dich nicht ein, mir ist lieber, du kommst zum nächsten Check
Mit ein bisschen Cola, damit die Farbe nicht zu düster ist
Trotzdem schmeckt es bitter, noch ein Schluck und dann verwüste ich
Begrüßt mich, doch ich prügel dich windelweich und übel
Bis du am Boden liegst, Blut in einen Kübel pisst
Denk nicht, ich würde nicht, ich würde es betrunken tun
Weil man ganzes Ich zerstört wie meine Würde ist
Prügel mich so oft du willst, ich bleibe unverbesserlich
Alkohol ist schlecht, ich weiß es doch es ändert nichts

Oft wusste ich nicht mehr, was am Tag zuvor passiert war
Daher trag ich diesen Namen Blackout, Blackout
Ständig Wunden, blaue Flecken, weil ich sie kassiert hab
Mehrfach wachte ich in einem fremden Bett auf
Oft wusste ich nicht mehr, was am Tag zuvor passiert war
Daher trag ich diesen Namen Blackout, Blackout
Verwandlung in ein Monster, neonrote Netzhaut
Plötzlich macht es klick und mein Kopf setzt aus

Die Zeiten sind vorbei, doch manchmal vermiss ich dich
Manchmal vermiss ich dich, manchmal vermiss ich dich
Die Zeiten sind vorbei, doch manchmal vermiss ich dich
Manchmal vermiss ich dich
Manchmal, aber nur manchmal
Manchmal vermiss ich dich
Doch es gibt kein zurück
Doch es gibt kein zurück, nein

Du erweckst das Monster, mein verzerrtes Spiegelbild
Wie soll man Hochgefühle haben, wenn man nicht mehr fliegen will?
Wie soll man auf sich selbst hören, wenn da tausend Stimmen sind?
In der Hölle landen, obwohl man in den Himmel will?
Brauchte erst den Absturz und tausend weitere danach
Um zu verstehen, machst du weiter, bleibt dir nur das Grab
Jetzt steh ich da vorm Spiegel, nur getrennt durch einen Schluck
Ich schütt ihn in die Spüle und beende meine Sucht
Gerne blicke ich zurück, wir beide haben viel erlebt
Doch ich musste es beenden, es ist nie zu spät
Manches will ich nicht missen, manches aber, ich bereus
Sorry Ma und Dad, denn ich habe sie enttäuscht
Endlich kommt die Einsicht, ich weiß nun, dass du Gift bist
Meine letzten Abschiedswort an dich sind „Vergiss mich!“
Ich hab dich hinter mir gelassen, dafür bin ich dankbar
Ich rühr dich nicht mehr an, naja vielleicht doch manchmal

Vierte Wand (ft. Rhetorical Pun)

Zwanzig Jahre alt, hab die Schule gerade abgeschlossen
Mehr schlecht als recht, doch ich hab sie auch nicht gerade genossen
Meinen Artgenossen fiel das alles immer leichter
Ich bin nicht dumm, mir fehlt es an Eifer
Für Dinge, die mich nicht begeistern, sollte ich mich anstrengen
Selbst kurze Distanzen waren für mich Langstrecken
Ich hab damit meinen Frieden gemacht
Das hab ich nie gelernt und ans fliegen gedacht
Denn ich bin kreativ, verdammt
Schreiben ist für mich das Schönste auf der Welt
In der man sich verlieren kann
Dafür muss man nicht studieren
Schreiben ist die Lösung meiner selbst
Meine Buskarte zu mir

Also urteile nicht, wie ich bin
Nur weil ich nicht bin wie du
Ich bin gerade näher bei mir selbst als jemals zuvor
Jemals zuvor, ah.

Der freie Geist ist immer gefangen
In der Gier des industriellen Verlangen
Ständig derselbe, jeden Tag Druck
Gegenwartsflucht bis zum Lebensabschluss

Ich bin 21 Jahre, zog vom Dorf in die Stadt
Nach Berlin, weil ich dachte, dass der Ort zu mir passt
Und ich glaub, ich liebe ihn
Wort sind Macht und hier hab ich sie in perfekte Formen gepackt
Und während der Rest studiert, schreib ich einen Text
Denke an du Zukunft, du sagst, ich schmeiße sie gerade weg
Doch ich tue, was ich liebe
Du, was man von dir verlangt, wer schmeißt sich weg?
Ich kratze an der vierten Wand
Denn ich bin kreativ, verdammt, und habe lieber kein Geld
Als einen Job zu machen, der mir niemals gefällt
Und ein Leben zu führen, dass mir fremd ist
Der Mensch ist vergänglich, Lieder unendlich

Also urteile nicht, wie ich bin
Nur weil ich nicht bin, wie du
Ich bin gerade näher bei mir selbst als jemals zuvor
Jemals zuvor

Der freie Geist ist immer gefangen
In der Gier des industriellen Verlangen
Ständig derselbe, jeden Tag Druck
Gegenwartsflucht bis zum Lebensabschluss
Der freie Geist ist immer gefangen
In der Gier des industriellen Verlangen
Ständig derselbe, jeden Tag Druck
Gegenwartsflucht bis zum Lebensabschluss

Montag, 20. Oktober 2014

Feuerwasser (DasGeistigeGemüse ft. Tommy Blackout & ZultaN)

Kamikaze-Shots, Absturz in meinem Geiste!
Glas spiegelt den Kerzendocht auf hundertfache Weise.
Das Nervengift durchzieht die Adern, lässt die Augen schwer werden.
Über die Fantasien kann mein Hadern nun kaum mehr Herr werden.
Bin schon lange nicht mehr hier, verliere Distanz zu mir selbst.
Ängste und Werte im Kampf um die Welt.
Herz pocht, schmerzt noch, doch auch dieses Gefühl verdrängt durch den Lärmschock. Ah!
Ernst Bloch mein Lernstoff, tausend Gedanken im Haufen zertrampeln sich gegenseitig zu Brei, mehrere Lebenszeiten vorbei.

Lande auf der Spitze der Krone der Schöpfung.
Verdampfende Hitze aus Millionen von Öffnungen.
Doch am Ende verschenken die Enten die Lenden.
Bemängeln die Wände auf engem Gelände.
Die Hennen, sie gackern, sprengen die Ketten.
Herzflattern, das Rattern unendlicher Grenzen.
Die Sinne sind frei und entdecken die Letzten,
der verborgen gebliebenen geschändeten Bestien.
Die über meine Zunge auf den Weg in das Nest sind.
Im Kopf den Wirt letztendlich wechseln.
Ihr lästiges Netz spinn', rumhetzen und hecheln.
Schwer das Entsetzen in Sätze zu setzen.
Ich rettete rätätä tä tä tä
die Fetzen der letzten des Battles und ersetze befleckte Gesetze.



Das gesprochene Wort, getränkt im Nervenkleid, aus dunklen Farben entfesselt.
Ein gebrochener Ort entsendet das Herzensleid und bekundet die Narben des Festes.
Die Welt dringt an mein Ohr, fern ein Schmerzensschrei, wundgeschlagen mit: Leere.


Ich spüre Schmerzen in der Brust, doch habe keine Ahnung, was es ist
Erscheint mir, dass es eine kochende Version des Hasses ist
Bin müde, fertig, schwitze, kann nicht schlafen
Also sitze ich mit Ziehen in meinem Körper hier in dieser kalten Hitze
Wie ein Brennen in meinem Hals
Mal ist mir warm, dann ist mir kalt
Ich bin verwirrt, ich bin so jung, doch ich fühle mich so alt
Ich setz das Glas an meine Lippen, nehm mir vor, nur dran zu nippen
Doch der Teufel leert meinen Kopf, überwältigt mein Gewissen
Ich kipp nach hinten, mir ist schwindelig
Will lauschen, überwinde mich
Hab keine Chance, ich bin zwar am Kämpfen, doch gewinne nicht
Verliere den Verstand, was ist denn bloß mit mir los?
Mir geht es scheiße, ich muss raus hier, doch der Weg ist zu groß
Sag, was hab ich nur getan, warum hab ich mich drauf eingelassen?
Es ist als wären alle meine Sinne gerade eingeschlafen

Ich lieg hier alleine
Keiner da, der hilft
Schließ die Augen, ich bin müde
Ich helfe mir selbst
Mein Körper ist gelähmt
Ein Gefühl, als würd ich fallen
Völlig außerhalb jeder Kontrolle
Bitte, lass mich sicher landen!