Dienstag, 21. Oktober 2014

Manchmal

Es ist an der Zeit, dir dieses Lied zu widmen
Du warst der Grund, warum ich blieb, es schrieb und schwitzte
In der Pubertät warst du für mich Verkuppler Nummer eins
Erst Chantal, dann Janine, dann die Mutter von nem Freund
Deswegen darf ich ihn heute auch Hurensohn nennen
Gab es Stress, brachte ich die Scheiße auf dem Schulhof zuende
Dank dir, du gabst mir den Mut dafür
Ich hatte Unmengen von dir in mein Blut gerührt
Du warst ein Teil von mir, bestimmtest meinen Alltag
Gabst mit die Kraft, immer wenn es mal Krawall gab
Wenn ich mal am Fallen war, halfst du mir auf
Jegliche Ängste schaltest du aus, ich hielt mich für gefährlich
Chemische Dämpfe, der zweite Weltkrieg
Ich hatte ähnliche Kämpfe, in meinem Kopf war ein Rebell
Diese dämlichen Grenzen machten mit zu schaffen
Dieses Elend muss enden

Die Zeiten sind vorbei, doch manchmal vermiss ich dich
Manchmal vermiss ich dich, manchmal vermiss ich dich
Die Zeiten sind vorbei, doch manchmal vermiss ich dich
Manchmal vermiss ich dich
Manchmal, aber nur manchmal
Manchmal vermiss ich dich
Doch es gibt kein zurück
Doch es gibt kein zurück, nein

Ich war ein Opfer, zerfetzte besoffen einen Schrank
Urinierte auf den Teppich und kotzte an die Wand
Mich kotzte die Welt voll an, ich kotzte mich selbst voll
Klatschte auf den Boden, das Gesicht rot wie Hellboy
Und auch heut noch mach ich hier und da den Fehler
Greife nach der Flasche, zehn Biere, dann zehn Jäger
Zensiere meine Leber, doch wieder komm ich nicht von weg
Misch dich nicht ein, mir ist lieber, du kommst zum nächsten Check
Mit ein bisschen Cola, damit die Farbe nicht zu düster ist
Trotzdem schmeckt es bitter, noch ein Schluck und dann verwüste ich
Begrüßt mich, doch ich prügel dich windelweich und übel
Bis du am Boden liegst, Blut in einen Kübel pisst
Denk nicht, ich würde nicht, ich würde es betrunken tun
Weil man ganzes Ich zerstört wie meine Würde ist
Prügel mich so oft du willst, ich bleibe unverbesserlich
Alkohol ist schlecht, ich weiß es doch es ändert nichts

Oft wusste ich nicht mehr, was am Tag zuvor passiert war
Daher trag ich diesen Namen Blackout, Blackout
Ständig Wunden, blaue Flecken, weil ich sie kassiert hab
Mehrfach wachte ich in einem fremden Bett auf
Oft wusste ich nicht mehr, was am Tag zuvor passiert war
Daher trag ich diesen Namen Blackout, Blackout
Verwandlung in ein Monster, neonrote Netzhaut
Plötzlich macht es klick und mein Kopf setzt aus

Die Zeiten sind vorbei, doch manchmal vermiss ich dich
Manchmal vermiss ich dich, manchmal vermiss ich dich
Die Zeiten sind vorbei, doch manchmal vermiss ich dich
Manchmal vermiss ich dich
Manchmal, aber nur manchmal
Manchmal vermiss ich dich
Doch es gibt kein zurück
Doch es gibt kein zurück, nein

Du erweckst das Monster, mein verzerrtes Spiegelbild
Wie soll man Hochgefühle haben, wenn man nicht mehr fliegen will?
Wie soll man auf sich selbst hören, wenn da tausend Stimmen sind?
In der Hölle landen, obwohl man in den Himmel will?
Brauchte erst den Absturz und tausend weitere danach
Um zu verstehen, machst du weiter, bleibt dir nur das Grab
Jetzt steh ich da vorm Spiegel, nur getrennt durch einen Schluck
Ich schütt ihn in die Spüle und beende meine Sucht
Gerne blicke ich zurück, wir beide haben viel erlebt
Doch ich musste es beenden, es ist nie zu spät
Manches will ich nicht missen, manches aber, ich bereus
Sorry Ma und Dad, denn ich habe sie enttäuscht
Endlich kommt die Einsicht, ich weiß nun, dass du Gift bist
Meine letzten Abschiedswort an dich sind „Vergiss mich!“
Ich hab dich hinter mir gelassen, dafür bin ich dankbar
Ich rühr dich nicht mehr an, naja vielleicht doch manchmal

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